Berufliche Rehabilitation

Berufliche Rehabilitation – wie? Seit Jahren war Karsten W. als Kranführer mit einem "besonderem Überblick" ausgestattet. Er baute Wohnungen und hatte auch seine eigenen "Lebensbausteine" wie Familie, Haus, Reisen fest im Blick.

Ein Verkehrsunfall veränderte diese Lebensplanung scheinbar in Perspektivlosigkeit. Trotz erfolgter medizinischer Betreuung waren die mit seiner Kopfverletzung einhergehenden Schwindelgefühle und starken Sehbeeinträchtigungen nicht reparabel. Der junge Mann musste akzeptieren, dass er seine Berufstauglichkeit als Kranführer verloren hatte und sah sich bereits völlig frustriert als "Rentner auf Lebenszeit".

Erst nach einem Beratungsgespräch mit seinem Rentenversicherungsträger sah er wieder Licht am Ende des Tunnels. Karsten W. erfuhr, dass es drei spezielle Berufsförderungswerke in Deutschland gibt, die für Sehbehinderte und Blinde vielfältige Umschulungsangebote bereithalten.

Für ihn war auch die Information wichtig, dass das Berufsförderungswerk Halle/Saale über eigene komfortable Wohnheime mit attraktiver Parkanlage verfügt und sich auch während der Ausbildungszeit mit einem abwechslungsreichen Freizeitangebot um die Belange seiner Rehabilitanden kümmert. Trotz aller Wehmut zum erlernten Wunschberuf konnte sich der Familienvater mit den Gedanken an eine Umschulung anfreunden.

Nur, was ist noch möglich? Welche beruflichen Perspektiven gibt es?

Nach einer 14-tägigen Arbeitserprobung und Berufsfindung im Rahmen einer RehaAssessmentmaßnahme im Berufsförderungswerk Halle hatte der ehemalige Kranführer sowohl einen kompletten Überblick über Bildungsangebote mit IHK-Abschluss als auch über individuelle Anpassungsqualifizierungen und Trainings. In einem Abschlussgespräch erhielt er auf Grund seines aktuellen visuellen und allgemeinen Leistungsvermögens Empfehlungen für eine Umschulung. Im Ergebnis dieses Gespräches musste er zur Kenntnis nehmen, dass seine eigene Vorstellung – nach einem Rehabilitationsvorbereitungslehrgang eine Umschulung zum Bürokaufmann zu absolvieren ­ sich auf Grund seines schlechten Sehrestes leider nicht verwirklichen lässt.

Dieser Tatsache entsprechend folgte Karsten W. der Empfehlung, nach einem Jahr Grundrehabilitation eine Umschulung im Telefonmarketing zu absolvieren. Zur Umschulungsentscheidung hat für ihn auch die Tatsache beigetragen, dass das Berufsförderungswerk durch Reha-Berater und Integrationsberater begleitende bzw. nachbetreuende Hilfen zusichert, die eine neue berufliche und soziale Integration ermöglichen werden.

  • Integration / Wiedereingliederung

    Unser Ziel der beruflichen Rehabilitation ist die Wiedereingliederung von blinden und sehbehinderten Menschen in den Arbeitsmarkt nach einer erfolgreich absolvierten Ausbildung. In diesem Kontext zeigen die Reha- und Integrationsmanager unseres Hauses den Arbeitgebern die verschiedensten Möglichkeiten des Einsatzes von sehbehinderten und blinden Mitarbeitern auf. Read more...

Ihre Ansprechpartnerin:

Elke Busching

Kontakt- und Clearingstelle
Elke Busching

Tel.: 0345 1334-666

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 Berufsperspektiven für Menschen mit Seheinschränkungen